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“WE INNOVATE” An evolution in international youth exchanges using outdoor, intercultural and experiential learning to enhance individual and community impact

30 Grad, Athen - die Frisur hält einigermaßen und die Germanen schwitzen. Der Hafen Piräus entpuppt sich für die ein oder andere Teilnehmerin als Labyrinth (ja verdammt wir haben uns übelst verlaufen- aber das kann ja mal jedem passieren) :D

Nach fünf Stunden Fähre kommt die bunt gemixte Gruppe aus Griechen, Estländern, Slowaken, Portugiesen, Polen und Deutschen nachts an einem kleinen verschlafenen Campingplatz auf der Insel Paros an. Es gibt die Wahl zwischen Zelt oder „Bungalows“, die einem kleinen Gewächshäuschen ähneln. ALLE wurden des Nachts von nimmer satten Moskitos geplagt, die in den folgenden Nächten vom tollkühnen Super-Luca bekämpft und durch Anti-Mückenspray abgewehrt werden sollten (Konjunktiv!). Das Essen war deftig und reichlich. Der Campingplatz war voll von Kuschel-Kätzchen, die zahlreiche streichelnde Hände fanden. Auch unter den Teilnehmer wurde sich gegenseitig gutes getan nach dem Motto Sharing is Caring: Massagen zur Entspannung, Tanzstunden am Abend zum Kalorienabbau. Das Wetter war meist sonnig, allerdings auch manchmal windig und regnerisch- jedoch mussten wir nie frieren. Unsere Unterkunft stellte sich als strategisch sehr günstig heraus: es sind nur 2 Minuten bis zum Meer.

 

Aber wenn du jetzt denkst wir hatten mehr Badespaß als harte Arbeit, dann liegst du falsch: ja unsere südländischen Trainer verlangten uns Pünktlichkeit ab! Neben gruppenbildenden Maßnahmen (Kennenlernspiele und Co) diskutierten wir meist in Kleingruppen oder im Plenum, erstellten kleine Präsentationen und wurden von unsren Trainern in Sachverhalte eingeführt. Leider stellte sich heraus dass die Inhalte des Trainings NICHT mit dem Titel „WE INNOVATE - An evolution in international youth exchanges using outdoor, intercultural and experiential learning to enhance individual and community impact übereinstimmten: bis zum Schluss vermissten wir experiantial learning, outdoor activities, den local impact und die Innovation. Ein angemessener Trainingstitel wäre gewesen „How to make a Youth Exchange“. Die europäische Union unterstützt finanziell in ihren Youth in Action-Programmen sogenannte Youth Exchanges. Organisationen können zu einem beliebigen Thema einen interkulturellen Jugendaustausch organisieren. Hierzu erarbeitet man eine Projektidee soweit aus, dass man sie dann als Bewerbung bei der National Agentur einreichen kann. Diese prüft ob der Jugendaustausch finanziell von der EU unterstützt wird. Unser Training handelte also davon, wie man einen interkulturellen Youth Exchange bestmöglich organisieren kann, um von der EU finanziell gesponsert zu werden.

 

Unsere Workshops handelten über Grundlagen und Aspekte von Youth Exchanges, Projekt Management, Ich als Organisator, Qualitätsmanagement, Tipps für die Bewerbung und das Verhalten mit den Partnern aus den anderen Ländern. In einer Simulation erarbeiteten wir in Gruppen an einem Tag ein mögliches Projekt für einen Youth Exchange. Hierbei war Teamarbeit unter Zeitdruck gefragt, jeder kam an seine Stressgrenzen. Teamwork ist sowohl bereichernd, als auch anstrengend, weil jeder unterschiedliche Ressourcen mitbringt, die Meinungen aber auch konträr sein können. Am Ende des Tages stellte jeder sein Projekt vor und die Gruppe um Luca hat vielleicht für das nächste Jahr einen Youth Exchange zum Thema gesundes Essen und die Bedeutung für die lokale Ökonomie geplant.

 

Um Paros besser kennenzulernen machten wir einige Ausflüge. Das Fischerdorf Naussa ist wie ein Postkartenidyll mit verwinkelten Gassen, weißen Häuschen mit blauen Fenstern und Türen und von Blumen umrankt. Auch das Städtchen Parikia, das Dorf Lefkes und Prodromos ist nach traditionellem Cycladic style erbaut (Paros zählt in Griechenland zur Inselgruppe der Zykladen): flat roofs, whitewash walls and blue-painted doors, windows frames and shutters. In Podromos aßen wir traditionell zu Abend (sehr viele Gänge, sehr lecker!) und am Fischerhafen Piso Livadi ließen wir den Abend am Strand mit dem einen oder andren guten Tropfen ausklingen oder schaukelten am angrenzenden Spielplatz bis zum umfallen.

 

Der Spaß kam auch nicht zu kurz: wir hatten einen interkulturellen Abend mit Essen, Musik und Theaterspiel, feierten Victors Geburtstagsparty, fuhren Banana-Boat, saßen lachend beisammen und knüpften neue Freundschaften. Alles in allem war das Training eine interessante Erfahrung, wenn man davon absieht dass der Titel nicht das halten konnte was er versprochen hat.


© 2008 Youth for Exchange and Unity